Home Aktuelles BJJ Muay Thai Karate MMA Wing Tsun Zeiten Links Galerie Sponsoren Referenzen Kontakt

Karate

Was ist Karate-Do?
Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Trittund Blocktechniken sowie Fußfegetechniken. Diese Technikkategorie bildet den Kern des
Karatetrainings. Einige wenige Hebel und Würfe werden (nach ausreichender Beherrschung der Grundtechniken) ebenfalls gelehrt, im fortgeschrittenen Training werden auch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken geübt. Manchmal wird die Anwendung von Techniken unter Zuhilfenahme von Kobudowaffen geübt, wobei das Waffentraining kein integraler Bestandteil des Karate ist.
Jedoch ist die Kenntnis einiger Karatetechniken für das Erlernen von Kobudo hilfreich, da das
Kobudo zum Beispiel viele Kampfstellungen beinhaltet, die auch im Karate angewendet werden. Recht hoher Wert wird meistens auf die körperliche Kondition gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und aerobe Belastbarkeit zum Ziel hat. DieAbhärtung der Gliedmaßen u.a. mit dem Ziel des Bruchtests (jap. Tameshiwari), also des aus Film und Fernsehen bekannten Zerschlagens von Brettern oder Ziegeln, ist heute weniger populär, wird aber von Einzelnen immer noch enthusiastisch betrieben.
Das moderne Karate-Training ist häufig eher sportlich orientiert. Das heißt, dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Diese Orientierung wird häufig kritisiert, da man glaubt, dass dadurch die Vermittlung effektiver Selbstverteidigungstechniken, die durchaus zum Karate gehören, eingeschränkt wird. Man würde in erster Linie Techniken trainieren, die beim sportlichen "Spiel" um den Sieg Punkte bringen, wobei nur diejenigen Techniken erlaubt sind, die scheinbar leichter zu kontrollieren sind, da jede Technik vor dem Ziel abgestoppt werden muss, um Verletzungen auszuschließen. Techniken, die in einer realen Kampfsituation Verwendung finden würden (Ellenbogenschläge etc.), werden als "unsportlich" und "schwer kontrollierbar" eingestuft. Viele Karatemeister hegen die Befürchtung, dass dadurch die Gefahr besteht, dass das Karate verstümmelt und pervertiert wird, da viele der Karatetechniken von den Trainern kaum oder auch gar nicht mehr gelehrt werden.


Die Ursprünge des Karate-Do

In dem südlich von Japan gelegenen Land,dem früheren Königreich der Ryukyu-Inseln - der heutigen Präfektur Okinawa -
stand einst die Wiege des Karate. Niemand weiß, wann auf den Ryukyu das Karate zum ersten mal in Erscheinung trat. In der Vergangenheit wurde diese Kunst von Außenstehenden stets streng geheim gehalten; daher sind uns von ihr keine schriftlichen Nachrichten überliefert. Zweimal in der Geschichte der Ryukyu- Inseln wurden Waffen durch einen Regierungserlass verboten; das erste mal vor über fünfhundert Jahren und ein zweites mal zweihundert Jahre später. Diese Verbote übten natürlich einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Karate aus. Die meisten Historiker stimmen darin überein, dass die einzigartige okinawanische Form des waffenlosen Kampfes, das Karate, seine Entstehung diesem zweiten Verbot verdankt, denn es zwang die Einwohner Ryukyus dazu, ein Mittel zur waffenlosen Selbstverteidigung zu finden.

Wahrscheinlich sind einige der waffenlosen Kampftechniken schon vor dem Einfall der Satsuma (1609) ausgeübt worden, so dass dieses neue Verbot nur die Fortentwicklung bereits existierender Methoden beschleunigte. Natürlich könnten auch einige Kenpo-Stile in ihrer ursprünglichen Form überliefert worden sein. Jedenfalls ist es denkbar, dass die beiden Vorläufer des Karate-Do, das Okinawa te und das To-de, in etwa dieser Weise entstanden sind, wobei sich das Erstgenannte auf die chinesische Kenpo-Tradition, das Letztere dagegen auf einheimische Kampftechniken zu beziehen scheint. Die Geschichte der Kampfkünste in China kann mehr als sechstausend Jahre zurückverfolgt werden. In dieser kriegerischen Zeit wurden aus der Notwendigkeit heraus, den Feind auf dem Schlachtfeld zu bezwingen, ständig neue Kampfmethoden und Techniken erfunden. Diese alten Kampftechniken wurden erstmals durch die Bemühungen dreier Männer, Ta Shang Lao-ch'un, Ta-yi Chen-jen und Yuan-t'ien, systematisiert. Sie schufen, was man die "Drei Primitiven Schulen der Kampftechniken" nennen könnte. Ihre Systeme wurden über Generationen von Schülern hinweg weitergegeben. Es wurden Verbesserungen vorgenommen, die schließlich zu den hochverfeinerten Techniken unserer Tage führte.


Entwicklung des Shotokan Karate-Do

Funakoshi Gichin, geboren 1868 in Shuri auf Okinawa und ursprünglich als Hauptschullehrer tätig, wird heute als Begründer des Shotokan-Karate angesehen. Sein Stil basiert auf Matsumuras Shorin Ryu. Shoto war Funakoshis Künstlername und bedeutet Pinienrauschen - seine erste eigene Trainingshalle (im Frühjahr 1935 in Tokyo eingeweiht) wurde aus diesem Grund Shotokan genannt.
Diese Bezeichnung wurde später für seinen Karate-Stil übernommen. Funakoshi's Zielsetzung war: Schulung von Geist, Charakter und innerer Einstellung. "Bevor du den Gegner besiegst, musst du dich selbst besiegen."

"Man kann sehr sehr lange trainieren, aber wenn man immer nur Hände und Füße bewegt und wie eine Marionette umherspringt, dann ist Karate nicht anders als Tanzen lernen. Man wird die Hauptsache verfehlen. Es wird so nicht gelingen, die Quintessenz des Karate-Do zu begreifen." - Funakoshi Gichin, J. Hyams (1979, 87) Wichtig war ihm außerdem auch der Selbstverteidigungsaspekt des Karate. Von Funakoshi stammt die im heutigen Wettkampfkarate kaum mehr beachtete Maxime: "Im Karate gibt es keine erste Hand." (D.h. ein Karateka soll niemals, auch nicht präventiv, zuerst angreifen.) Funakoshis dritter Sohn Yoshitaka Giko entwickelte 1938-1945 als Hauptlehrer im Shotokan-Dojo tiefere und längere Stellungen und ab 1943 Gohon-Kumite, Sanbon-Kumite und Ippon-Kumite. Insgesamt ein dynamischerer und kämpferischerer Stil. Außerdem den Mawashi-Geri, Yoko-Geri-Kekomi, Yoko-geri-Keage, Ura-Mawashi-Geri und Fumi-Komi. Kase Taiji Sensei entwickelte zeitgleich als Schüler Yoshitakas den Ushiro-Geri und den Keiten-Geri.

Professor Nakayama Masatoshi (1913-1987), Schüler von Gichin Funakoshi, studierte 1937-1946 unter anderem in China Kampfkünste. Er gründete 1949 an der Takushoku-Dai Universität mit Nishiyama und Takagi die Japan Karate Association JKA (Nihon Karate Kyokai). Nakayama entwickelte das Jiyu-Kumite welches später die Grundlage für den Wettkampf im Shotokan-Karate darstellte. Die spezielle Form des Kumite ermöglichte eine realistischere Kampfsimulation und eine gute Grundlage für die strategische Analyse, die auch zur Verbesserung der Selbsteinschätzung führte. Die korrekte Ausführung der Techniken wurde durch die Schiedsrichter kontrolliert. Nach dem Krieg war Nakayama Direktor der sportwissenschaftlichen Fakultät der Takushoku-Universität in Tokyo. So kam es erstmals zu einer wissenschaftlichen Aufarbeitung des Karate. Standardwerke wie das reich bebilderte "Dynamic Karate" und die mehrbändige Buchserie „Karate-Perfekt“ entstanden. Sportwissenschaftliche Zusammenarbeit mit Okazaki Teruyuki (* 1931) damals in der JKA, an der Universität von Long Island in New York. Entwicklung von Wettkampfregeln 1951 an der Waseda-Universität mit Oshima. Mitglieder der JKA waren u.a. Kase Taiji, Kanazawa Hirokazu, Enoeda Keinosuke, Tsuyama Katsunori, Shirai Hiroshi, Yahara Mikio, Kawasoe Masao, Tanaka Masahiko, Abe Keiko, Asai Tetsuhiko. Nach dem Tode Funakoshis spalteten sich die Anhänger Funakoshis in zwei Gruppen. Eine ist die Japan Karate Kyokai, die andere die Shotokai von Egami. Egami Shigeru (1912-1981), mehr Mystiker, Schüler Funakoshis, lehnte Nakayamas Weg als zu sportlich ab und gründete 1958 das Shotokai Karate. Shotokai Karate veranstaltet keine Wettkämpfe. Die Kata sind mit den Shotokan- Katas weitgehend identisch. Nach der Abspaltung der JKA veränderte Egami sein Karatekonzept, das sich bisher an Yoshitaka Funakoshis Auffassung anlehnte, wobei er beeinflusst wurde vom Aikido, Tai Chi Chuan, und Qigong. Heute zeigt sich das Shotokai mit extrem tiefen Stellungen, die zur Selbstverteidigung ungeeignet erscheinen. Hier unterscheidet sich die Shotokai stark vom dynamischen Karate der JKA unter Nakayama, die heute versucht zu ihren Wurzeln zurückzukehren.

Kanazawa Hirokazu (* 1931), gründete 1974 mit den Meistern Asano Shiro, Miura Masuru, Nagai Akio, Kawasoe Masao und Koga Rikuta die Shotokan Karate International SKI. Professor Kase Taiji (*1929-2004)), gründete 1989 mit Meister Shirai Hiroshi die WKSA in Mailand, die 1999 in die Shotokan-Ryu-Kase Ha Instructor Academy überging. Nach Nakayamas Tod konnte er sich mit der immer weiter um sich greifenden Versportlichung des Karate-Do innerhalb der JKA nicht mehr identifizieren. Am 24.November 2004 starb Shihan Kase.


Karate – Werdegang

von Holger Probst

1991:
10.03.1991 Eintritt in den Kyohan-Karate-Verein Osterburg

1992:
01.04.1992 Prüfung 9.Kyu
05.09.1992 Prüfung 8.Kyu

1993:
09.01.1993 Prüfung 7.Kyu
11.04.1993 Prüfung 6.Kyu
03.09.1993 Prüfung 5.Kyu

1994:
11.02.1994 Prüfung 4.Kyu
30.10.1994 1.Platz Kata und Kumite, Vereinsmeisterschaft
03.12.1994 Prüfung 3.Kyu

1995:
19.09.1995 Prüfung 2.Kyu
19.11.1995 1.Platz Kata und Kumite, Vereinsmeisterschaft

1996:
03.02.1996 2.Pl. Kumite Senioren, LM Sachen-Anhalt
03.02.1996 Aufnahme im Landeskader Sachen-Anhalt
03.03.1996 Teilnahme, Skandinavien Open Schweden
18.05.1996 Teilnahme, Genshin-Kan-Cup Dänemark
28.05.1996 Prüfung 1.Kyu
16.06.1996 Fachübungsleiter
31.08.1996 1.Platz Kumite Gewicht, Küffhäuserpokal

1997:
22.02.1997 1.Platz Kumite Gewicht, 2.Platz Kumite Team LM Sachen-Anhalt
10.05.1997 Teilnahme, Danish-Open
13.07.1997 C – Trainer
09.08.1997 Prüfung 1.Dan Shotokan
06.12.1997 1.Platz Shorai-Do Kempo Cup

1998:
28.02.1998 2.Platz Kumite Gewicht, 3.Platz Allkat., LM Sachen-Anhalt
18.10.1998 1.Platz Kumite Team, Regio.-Meisterschaft Magdeburg

1999:
10.04.1999 1.Platz Kumite Team, LM Sachen-Anhalt
18.04.1999 1.Platz Kumite Team, 3.Platz Kumite Gewicht Big-Apple-Challenge in
New York / USA
13.10.1999 Den Verein „Kampfsport-Club-Osterburg“ gegründet, seitdem Vorsitzder
06.11.1999 Prüfung 2.Dan Shotokan

2000:
10.03.2000 C – Prüfer Shotokan
07.05.2000 1.Platz Kumite Gewicht, 1.Platz Kumite Allkat., 1.Platz Kumite Team,
LM Sachen-Anhalt

2001:
28.04.2001 1.Platz Kumite Team, Altmark-Pokal
05.05.2001 B – Prüfer Shotokan

2003:
05.03.2003 B – Trainer
05.03.2003 Ausrichter der LM Sachen-Anhalt
00.05.2003 Prüfung 3.Dan Shotokan

2004:
24.04.2004 1.Platz Kumite Allkat., Altmark-Pokal

2005:
23.04.2005 1.Platz Kumite Allkat., Altmark-Pokal

2006:
22.04.2006 1.Platz Kumite Allkat., 1.Platz Kumite Team, Altmark-Pokal

2008:
18.03.2008 Prüfung 4.Dan Shotokan

2010:
24.04.2010 1.Platz Kumite Allkat., Altmark-Pokal
23.10.2010 1.Platz Kumite Gewicht, 1.Platz Kumite Team International KVSA-Open
Sachen-Anhalt

2011:
15.07.2011 C – Prüfer SOK

2012:
21.03.2012 B-Prüfer SOK
17.12.2012 Landesprüferreferent des Karate-Verband-Sachsen Anhalt

2013:
04.05.2013 Prüfung 5.Dan Shotokan